Eines vorweg, Altersdemenz läßt sich (noch) nicht vermeiden. Studien zeigen aber, dass sowohl die Lebensweise als auch regelmäßiges Gedächtnistraining den Krankheitsverlauf abmildern können.

Jeder der sein Gehirn nicht regelmäßig mit Neuem fordert kann im Alter davon betroffen sein.

Mythos1: ich denke im Job sehr viel, also trainiere ich mein Gehirn täglich!

Stimmt nicht! Oft sind die Denkmuster automatisiert, es wird nichts Neues gelernt. Das Gehirn wird nicht mit Neuem gefordert, man bleibt auf dem erreichten Plateau stehen bzw. geht langsam wieder runter. Das gilt auch für Rätsel wie Sudokus - daher erhöhen Sie doch mal den Schwierigkeitsgrad.

 

Mythos 2: Stress im Beruf hat keine Auswirkung auf das Gehirn.

Stimmt nicht! Gerade negativer, andauernder Stress fördert die Demenzkrankheit. Manager leiden daher häufig an Demenz als diese glauben.

 

Mythos 1 und 2 in Kombination sind die Lieblinge des Demenz-Monsters.

 

Mythos 3: ich habe mir eine Fähigkeit angeeignet, die nicht jeder kann (jonglieren, musizieren), mein Gehirn ist also trainiert.

Stimmt teilweise! Gratuliere, Sie haben jedenfalls eine Vorsprung, Ihre Fähigkeit ist aber schon längst automatisiert. Das effiziente Gehirn kappt bereits wieder die neuen Verbindungen, die Sie sich mühsam im Lernprozess erarbeitet haben. Nur ein höherer Schwierigkeitsgrad oder das Lernen von Neuem bildet neue Nervenzellenverbindungen (synaptische Verbindung) oder erhält die Alten. Liebe Jongleure lernen Sie ein Instrument, oder geht noch ein Ball? Liebe Musikanten lernen Sie Jonglieren, oder wie wärs mal mit einem anderen Instrument?